Anonymous-Aktivist*innen veranstalten StreetOp in München

Mehr als ein Dutzend Anonymous-Aktivist*innen haben am Sonntag an Gleis 11 direkt neben der Bahnhofsmission an Obdachlose und bedürftige Menschen Suppe, warmen Tee und Kleidung verteilt. Mit einigen Obdachlosen haben die Anons auch ein paar Worte gewechselt. Viele Obdachlose in München sind Rumänen, Bulgaren oder stammen aus anderen osteuropäischen Ländern. Dadurch ist die Kommunikation oft schwer. Dennoch konnte man sich zumindest mit Händen und Füßen oder durch einzelne Worte verständigen.

#OpSafeWinter

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Eine Aktivistin verteilt Suppe an einen Obdachlosen. Foto: Alexander Pohl

StreetOps sind Operationen von Anonymous, die seit einigen Jahren von den Aktivist*innen durchgeführt werden. Seit zwei Wintern auch in Deutschland. In München war es dieses Jahr die dritte und vorerst letzte StreetOp. Die auf der Straße äußerst aktive Gruppe Independent Anons veranstaltet noch verschiedene StreetOps im Rahmen der OpSafeWinter in ganz Deutschland. Berlin, Hannover, Chemnitz, Bochum und Stuttgart stehen als feste Orte für weitere Aktionen der #OpSafeWinter schon fest.

Bedürftige sind häufig sehr sozial

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Obdachlose suchen sich Kleidung raus. Foto: Alexander Pohl

Viele Bedürftige sind oft so sozial eingestellt, dass sie teilweise recht schüchtern vorgehen und wirklich sehr lieb fragen: „Kann ich das haben?“, „Könnte ich bitte auch eine Suppe haben.“ Häufig haben die Aktivist*innen den Obdachlosen noch Konserven oder ähnliches angeboten, diese haben dann aber dankend und sehr bescheiden abgelehnt.

Vorsicht vor Banden

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Es gab einen großen Ansturm am Stand der IA. Foto: Alexander Pohl

Wer Obdachlosen hilft, wird früher oder später auch auf eine Art Banden treffen, die auch sehr arm sind und betteln müssen, denen es jedoch verglichen mit anderen Obdachlosen ein wenig besser geht. Diese nehmen sich dann bei der Kleidung alles mögliche raus, was ihnen gefallen könnte. Die Kleidung horten sie dann teilweise in großen Plastiktüten. Teilweise konnten sie entfernt werden, teilweise nicht. Es kam gestern auch vor, dass dann auch teilweise Kleidungsstücke weiterverkauft wurde. Ein Helfer der Bahnhofsmission sagte dazu: „Was soll man denn machen?“ Es ist schwer derartiges zu verhindern. In Zukunft kann man sich die Gesichter merken und die Leute ausschließen. Im Endeffekt sind aber auch diese Menschen bedürftig. Zum Glück haben aber so ziemlich alle die Kleidung bekommen, die sie tatsächlich auch gebraucht haben.

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Ein Obdachloser post mit den Aktivist*innen der StreetOps. Foto: Alexander Pohl

Die IA München werden in nächster Zukunft eine Aktion gegen die Münchner Sicherheitskonferenz durchführen. Außerdem werden sicherlich einige weitere Aktionen der Independent Anons in München und anderswo stattfinden.

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